Sep - 19 - 2011
rooftop confession

Die Idee der Seite entstand aus einem Partyspaß heraus, als man damit begann, sich zu fragen, was die Partygäste nicht alles zu verheimlichen hätten. Als Gag unter Wenigen begonnen, die bereit waren ihre Geheimnisse preiszugeben, wuchs die Zahl der Geständigen, entgegen allen Annahmen, stetig an. Man weitete den Personenkreis aus, um noch mehr verschiedene Geschichten zu hören und einige kamen auf die Idee, das Ganze auf Video aufzuzeichnen. Damit sollte es möglich werden, auch später noch Freude daran zu haben und die oft sehr lustigen Wahrheiten anderen zeigen zu können. Das war die Geburtsstunde der Idee von RoofTop Confession.

Das erste gezielte Zusammentragen von Videos fand auf dem Dach eines Hochhauses in Brooklyn statt, wobei eine Basis von circa hundert Videos geschaffen wurde. Mittlerweile ist eine Datenbank mit mehr als vierhundert Geständnisvideos gefüllt und beinhaltet vier zeitlich wie thematisch unterschiedliche Staffeln. Neben der ersten, die einzig an die Umgebung von Brooklyn gebunden ist, sind es in der zweiten Staffel besonders Schwule und Lesben die, auf dem alljährlichen Dinah-Wochenende in Palm Springs, ihre Geständnisse offenbaren. Die dritte Staffel dreht sich um Halloween und ist während der dazugehörigen Feierlichkeiten in New York gedreht. Der bisher letzte Block an Aufnahmen, mit viel Sommer, Sonne und Strandvergnügen, entstand während der Ferienzeit im Frühjahr am Strand von Panama-City.

Um Zugang zu der alle vier Staffeln umfassenden Videosammlung zu erhalten, ist der Download einer Applikation für das iPhone oder iPad erforderlich, womit sich dann jederzeit auf das gesamte Angebot an Geständnissen zugreifen lässt. Die Internetseite bietet darüber hinaus die kostenlose Mitgliedschaft an der RoofTop Confession Community für jedermann. Das Angebot der eingestellten Videos, die von Nutzern angesehen und bewertet werden können, beschränkt sich dabei aber auf aktuell von angemeldeten Nutzern eingestellte Videos. Die Interaktivität der Seite besteht darin, dass man nach der Anmeldung in der Lage ist, Bewertungen zu den einzelnen Videos abzugeben. Diese Bewertungen verlaufen so, dass man dem Geständigen entweder vergeben oder ihn verdammen kann, woraus letztlich eine Rangliste der Meistvergebenen und Meistverdammten resultiert. Die Geständnisse auf der Webseite sind nach der Art des Geständnisses und der Form des Ausdrucks kategorisiert und jeder, der angemeldet ist, hat die Möglichkeit, ein eigenes Geständnis zu erstellen, um es von den Mitgliedern der Seite bewerten zu lassen.

Doch auch die Schöpfer der Webseite sind ständig mit der Planung neuer Events beschäftigt, um die Community mit frischen Geständnissen zu versorgen. Beschränkte sich die Ausrichtung der Videos bisher vor allem auf größere kulturelle Ereignisse innerhalb der USA, so werden nun auch Australien, Südafrika und England mit weiteren Veranstaltungen eingeplant. Die derzeit nur auf Englisch verfügbare Internetseite ist darüber hinaus durchaus offen für Nutzer aus anderen Ländern, sodass es bei weiterer Verbreitung und Popularität nur eine Frage der Zeit ist, bis die RoofTop Confession ihren Weg nach Europa findet.

© Benny Weber – Fotolia.com


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